Wissenschaftlicher Hintergrund

Das natürliche Klima

Wetter ist ein Vorgang

Wetter ist ein Vorgang, der heute stattfindet. Klima beschreibt hingegen die Natur unseres Wetters über  einen längeren Zeitraum. Hierfür werden die Mittelwerte meteorologischer Größen wie Temperatur, Niederschlag oder Sonnenscheindauer über einen Zeitraum von in der Regel 30 Jahren erhoben.

Klima ist ein komplexes Phänomen, das durch die Einstrahlung der Sonne und durch die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Ozeanen, Vegetation und Eisflächen beeinflusst wird. Die Temperaturunterschiede zwischen den Tropen und den Polarregionen treiben die Zirkulation der Atmosphäre und die Meeresströmungen an, die unser Klima bestimmen.

Wichtig ist die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre. Sie enthält neben den Hauptbestandteilen Sauerstoff, Stickstoff und Wasserdampf in sehr geringen Mengen viele weitere Spurengase, wie zum Beispiel Kohlendioxid (CO2). Durch diese chemische Zusammensetzung lässt die Atmosphäre zwar viele Anteile der Sonnenstrahlung zur Erde durch, doch wird die Wärmestrahlung der Erde in einer Art „Treibhaus“ gefangen. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt wäre es auf der Erde so kalt, dass Leben – so wie wir es kennen – nicht möglich wäre.

Das Klima der Erde

Das Klima der Erde hat sich schon immer durch natürliche Ursachen verändert. Auf langen Zeitskalen sind hierfür insbesondere Schwankungen in der Bahn der Erde um die Sonne verantwortlich, wodurch sich die Einstrahlung der Sonne verändert. Auf kürzeren Zeitskalen von bis zu 1.000 Jahren – und diese sind für Keep Cool von Relevanz – spielen vor allem Schwankungen in der Sonnenaktivität und Vulkanausbrüche die entscheidende Rolle. Während eine erhöhte Sonnenaktivität eine Klimaerwärmung zur Folge hat, wirken Vulkanausbrüche kühlend auf das Klima. Durch den Ausbruch eines Vulkans gelangen Staub und Asche in die Atmosphäre. Dort schirmen sie die einfallende Sonnenstrahlung ab. Diese natürlichen Faktoren sind zwar eindeutig für die Klimaveränderungen bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts mitverantwortlich, reichen aber alleine nicht aus, um die Erwärmung
um etwa 0,6 Grad Celsius im 20. Jahrhundert zu erklären. Hierzu muss zusätzlich der Einfluss des Menschen berücksichtigt werden.