Ereigniskarten

 Wie im Film?

Wer kann sich noch an den Kinofilm „The day after tomorrow“ erinnern? – Bilder einer neuen Eiszeit geisterten über die Leinwand. Doch wie groß ist eigentlich die Gefahr, dass zum Beispiel New York im Schnee versinkt und von Eis überzogen wird? Im Winter berichten die Zeitungen häufig von Verkehrsunfällen wegen Glatteis oder Verwüstungen durch Schneestürme, die zu Stromausfällen geführt haben. Dies sind die größten Probleme eines plötzlichen Kälteeinbruchs. Allerdings ist dies zunächst nicht außergewöhnlich. Wie kommt man nun auf die Idee einer „neuen Eiszeit“, wie es im Film geschehen ist?

Der Golfstrom als Auslöser?

Hinter den Katastrophen, die sich im Film in rascher Geschwindigkeit hintereinander abspielen, stecken durchaus wissenschaftliche Überlegungen. So ist es möglich, dass sich bei einer globalen Erwärmung manche Regionen und sogar ganze Teile von Kontinenten massiv abkühlen. Dies liegt daran, dass für die Temperaturen vor Ort auch große Meeresströmungen ganz entscheidend sind. Fließen sie dabei von äquatornahen Meeresgebieten in den Norden – wie etwa der Golfstrom (der genaugenommen Nordatlantikstrom heißt) – transportieren sie dabei eine ganze Menge Wärme. Ohne den Nordatlantikstrom wäre es in Europa und Nordamerika viel kälter. Die Meeresströmungen selbst werden aber wiederum stark durch die globalen Temperaturunterschiede angetrieben. Durch die globale Erwärmung ist es also möglich, dass sich etwa der Nordatlantikstrom abschwächt, verlagert oder ganz abbricht. Dann wird es in Europa oder Nordamerika viel kälter. Dies wird jedoch nicht so schnell wie im Spielfilm passieren, sondern im Verlauf mehrerer Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte. Trotz der generellen Gefahr ist also keine Panik wie in „The Day After Tomorrow“ angesagt.

Links

„The day after tomorrow“
Sind die Filmszenen wirklich unsere Zukunft?

http://www.stua-si.nrw.de/htm/aktuelles/umwelt2004/broschuere_thedayaftertomorrow.pdf
Knappe und kritische Informationen des BMU zum Film