Ereigniskarten

Was ist gut an Vulkanausbrüchen?

Kein Wissenschaftler behauptet, dass Vulkanausbrüche durch den Klimawandel häufiger oder seltener werden. Vielmehr handelt sich hierbei um geologisch verursachte Katastrophen, die auf die Menschen zweifelsfrei negative Auswirkungen haben. Zugleich führen starke Vulkaneruptionen dazu, dass Staub, Asche und Gase in höhere Atmosphärenschichten geworfen werden, zehn bis 80 Kilometer hoch. Durch starke Winde in dieser Höhe können sie sich innerhalb weniger Tage gleichmäßig um die Erde verteilen. Dies führt dazu, dass einfallende Sonnenstrahlen reflektiert werden und sich somit die Erdoberfläche abkühlt. Dies kann die globale Erwärmung zeitweilig abbremsen. Bei historischen Ereignissen wie dem Ausbruch des Mount Saint Helens im Jahr 1980 war eine weltweite Abkühlung zu beobachten.

Warum streitet man sich darüber?

Wenn es um den Klimaschutz geht, führen manche Skeptiker an, dass die Erwärmung gar nicht auf menschliches Handeln zurückzuführen sei. In diesem Fall sei die Reduktion von Treibhausgasen ein aussichtsloses Unterfangen. Ein Großteil der internationalen Klimaverhandlungen wäre unnötig, und wir sollten uns darauf konzentrieren, uns an die unvermeidbaren Klimaveränderungen anzupassen. Dem Stand der Wissenschaft nach lassen sich diese natürlichen Klimaveränderung nicht ignorieren. Die in den letzten Dekaden beobachtete Erwärmung lässt sich allein aus natürlichen Veränderungen nicht vollständig erklären, und unsere Treibhausgasemissionen müssen mit berücksichtigt werden. Nach dem Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) tragen menschgemachte Treibhausgasemissionen den Hauptanteil.

 

Links

-          WDR "Vulkan"
Ein Fernsehbeitrag zum Zusammenhang von Vulkanen und Klima

-          PIK Potsdam
Eine kritische Auseinandersetzung mit den so genannten „Klimaskeptikern“

-          IPCC 2007
Synthesebericht des IPCC von 2007 (deutsche Übersetzung), unter anderem zu den verschiedenen Ursachen des Klimawandels.