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Monsun

Unberechenbare Niederschläge

Normalerweise herrscht in Südasien ein so genanntes tropisches Monsunklima: Im Sommer regnet es häufig und viel und im Winter ist es sehr trocken. Meistens tritt die Regenzeit in den Monaten von Juni bis September auf. Dies wissen auch die Bauern, die auf den Regen angewiesen sind, um eine reiche Ernte einzufahren. Früher konnten sie sich auf die Niederschläge verlassen und ihre Planung danach ausrichten. Durch die zunehmende Erwärmung der Erde verdunstet der so wichtige Regen in letzter Zeit allerdings viel schneller als bisher und auch die Zahl sehr heftiger Regenfälle hat zugenommen, die ganze Felder wegspülen können. Außerdem hängt das Ausbreitungsgebiet und die Stärke des Monsuns von einem ausbalancierten Gleichgewicht zwischen der Wassertemperatur im Indischen Ozean, den Landtemperaturen und möglicherweise auch der Schneebedeckung im Himalaya ab. Durch den Klimawandel kann die Regenzeit kürzer werden oder häufiger ganz ausfallen.

Folgen der Trockenheit

Durch diese Entwicklungen werden häufigere Ernteausfälle wahrscheinlicher. Diese führen zu fehlenden Einnahmen der Bauern und manchmal sogar zu Hungersnöten. Auch Samen, Dünger und Nahrung für die Nutztiere werden fehlen. Besonders die ärmeren ländlichen Gemeinden können es sich meistens nicht leisten, künstliche Bewässerungssysteme und Wasserspeicher für ihre Felder anzulegen oder sich gegen Ernteausfälle zu versichern. Die Lage der Bauern ist somit sehr bedroht – wieder einmal wird deutlich, wie sehr der Klimawandel auch uns Menschen, vor allem die ärmere Bevölkerung, betrifft.

 

Links

-         Was ist eigentlich ein Monsun?
Auf den Seiten von wasistwas könnt Ihr nachlesen, was der Monsun überhaupt ist

-         Wie sieht die Zukunft aus?
Dürren und Monsun in Indien

-        ENSO-Folgen: Indien
Warum der Monsun nicht jedes Jahr gleich ist