Verhandlungskarten

Ökologische Innovationen

„Grüne“ Werbung

Ob an Plakatwänden oder in Tageszeitungen – Werbung für  „Ökologische Baustoffe“, Tipps zum „Energie sparen im Haushalt“, oder Reklame für „Grünen Strom“ finden sich an vielen Orten. Doch was verbirgt sich hinter diesen Hinweisen?

Energie und CO2

Die Erderwärmung lässt sich auf den zunehmenden Gehalt von so genannten Treibhausgasen in der Atmosphäre zurückführen. Eines dieser Gase ist CO2. Dieses entsteht durch die Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas, die auch fossile Brennstoffe genannt werden und dient zur Bereitstellung von Energie. Dazu kommt es beispielsweise, wenn jemand mit dem Auto fährt, denn ohne die Verbrennung von Benzin oder Diesel würde sich dieses keinen Meter bewegen. Selbst das Einschalten der Wohnzimmerbeleuchtung oder das Aufdrehen der Heizung in Eurem Zimmer hat etwas mit solchen Prozessen zu tun, da zur Erzeugung von Strom und Wärme häufig die Verbrennung von Gas oder Kohle notwendig ist.

Neue Wege

Die Nutzung eines fossilen Brennstoffs zur Energiegewinnung entscheidet jedoch nicht allein über den Ausstoß von CO2 (Emissionen). Wie viel Kohle, Öl oder Gas für ein „warmes Zimmer“, einen „gefahrenen Kilometer“ oder ein „produziertes Stück Industriegut“ benötigt wird, hängt auch von der verwendeten Technologie ab: dem Heizkessel, dem Benzinverbrauch oder Typ des Motors oder der Maschine. Durch den technischen Fortschritt und den Austausch von Expertenwissen (know-how) gibt es immer modernere Motoren bzw. Maschinen, die es schaffen, mit weniger Energie aus fossilen Brennstoffen auszukommen. Hier spricht man von ökologischen Innovationen. So gibt es zum Beispiel bereits Autos, die nur noch elektrisch angetrieben werden und auf Benzin verzichten können. Windkrafträder können ganz ohne die Verbrennung von Öl usw. Energie produzieren. Zudem hat die Vergangenheit gezeigt, dass sich der Preis für den Bau einer zusätzlichen Technologie-Einheit mit der Gesamtmenge der bereits installierten Einheiten verringert. So fiel in den USA der Preis für ein installiertes Kilowatt bei Windrädern von etwa 2500 Dollar im Jahr 1982 auf knapp 1000 Dollar im Jahr 1987. Diese Art der Preisdynamik ist in Keep Cool Online durch die sinkenden Preise für Fabriken berücksichtigt und gilt in ähnlichem Maße auch für andere Arten der erneuerbaren Energien.

Auch im Bereich der Haushaltsgeräte wird versucht, immer sparsamere Kühlschränke, Computer-Bildschirme oder Heizungssysteme herzustellen. Also könnt auch Ihr selbst darauf achten, dass in Eurem Haushalt weniger Energie verbraucht wird. So hilft es schon, wenn Ihr Euren Fernseher nicht im Stand-By-Modus lasst, wenn Ihr aus dem Haus geht, Eure alten Glühbirnen gegen moderne Energiesparlampen tauscht oder beim Kauf einer neuen Kühltruhe darauf achtet, dass diese möglichst wenig Strom verbraucht.


Zur Entwicklung solcher Ideen sind jedoch Fördermaßnahmen sinnvoll. Diese Möglichkeit besteht in Keep Cool Online durch die Beteiligung am Innovationsfonds.

Links

Netzwerk Erneuerbare Energien Nord-Süd
Dieses im Mai 2003 in Bonn auf Initiative des Forum Umwelt & Entwicklung gegründete Netzwerk behandelt vor allem Fragen zu erneuerbaren Energien und engagiert sich für die Umsetzung einer globalen Energiewende.

Asia-Pacific Partnership on Clean Development and Climate
Hier erfahrt Ihr etwas über ein Bündnis zwischen den USA, Kanada, China, Indien, Korea, Australien und Japan, das sich mit ökologischen Innovationen, Luftverschmutzung, Energiefragen und Weiterem beschäftigt.